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02 -June -2020 - 09:15

Die Terrarien Technik

 Beleuchtung im Terrarium :

Was ist Licht und wie wirkt es sich auf Lebewesen aus?
Licht besteht aus extrem schnellen Schwingungen eines elektromagnetischen Feldes in einem bestimmten Frequenzbereich. Der Frequenzbereich von sichtbarem Licht liegt bei etwa 350nm bis 750nm. Violettes Licht hat eine Wellenlänge von 350nm, rotes Licht hat eine Wellenlänge von 750nm. Dazwischen liegen die Wellenlängen für blaues, grünes, gelbes und oranges Licht.
Die Lichtstärke wird in Lux gemessen, in den Tropen erreicht das Sonnenlicht bei wolkenlosem Himmel bis zu 100.000 Lux, bei bewölktem Himmel geht dieser Wert auf etwa 10.000 Lux zurück, in einem künstlich beleuchteten Raum liegt die Lichtstärke nur noch bei etwa 300 Lux.
300 Lux kommen dem Menschen noch recht hell vor, weil sich unsere Augen der Helligkeit anpassen. Pflanzen brauchen zur Assimilation möglichst viel Licht, in einem Terrarium das mit 300 Lux beleuchtet wird können deshalb keine Pflanzen längere Zeit überleben.
Der Lichtstrom wird in Lumen gemessen und bezeichnet die Lichtenergie die von einer Lichtquelle abgegeben wird. Ein Lumen Lichtstrom erzeugt auf einer Fläche von einem Quadratmeter bei einem Abstand von einem Meter eine Lichtstärke von einem Lux.
Für die Terraristik eignen sich zur Beleuchtung am besten Leuchtstoffröhren die durch eine spezielle Herstellung, der Tageslichtfarbe annähernd gleichen.
Wie funktioniert eine Leuchtstoffröhre?
Leuchtstoffröhren bestehen aus einer Glasröhre, die auf der Innenseite mit einem Leuchtstoff beschichtet ist je nach Art des Leuchtstoffes entsteht die Farbe die von der Röhre abgestrahlt wird. An den Enden der Röhre befindet sich jeweils ein Glühdraht wie bei einer Glühbirne. Die Röhre selbst ist evakuiert und enthält eine winzige Menge Quecksilber. Beim Startvorgang werden die Glühdrähte vom Strom durchflossen und heizen sich dadurch auf. Nach einem kleinen Moment unterbricht der Starter den Stromdurchgang durch die Glühdrähte, dann erzeugt die Vorschaltdrossel für einen kurzen Moment eine Spannung von mehr als 1000 Volt zwischen den beiden Elektroden, da diese heiß sind, können Elektronen besonders gut aus dem Material austreten und durch die Röhre zur gegenüberliegenden Elektrode fliegen. In diesem Moment entzündet sich die Röhre und es beginnt ein permanenter Stromfluss. Bei ihrem Weg von einer Elektrode zur anderen kollidieren die Elektronen mit Quecksilberatomen und geben dabei Energie an diese ab, die dabei aufgenommene Energie geben die Quecksilberatome sofort verlustfrei in Form von ultraviolettem Licht ab. Dieses ultraviolette Licht wird von dem auf der Röhre haftenden Leuchtstoff absorbiert und in Form von sichtbarem Licht abgestrahlt.
Da die Vorschaltdrossel sehr heiß werden kann und die Tiere sich daran verbrennen können, sollte man beim Einbauen von Leuchtstoffröhren darauf achten, dass die Röhren außerhalb des Terrariums, am besten in einem Lichtkasten montiert werden. Der Lichtkasten sollte gut belüftet werden, da die Vorschaltdrossel viel Wärme erzeugt und die Röhren bei 50°C nur noch etwa 80% ihrer ursprünglichen Leistung bringen. Die beste Temperatur für Leuchtstoffröhren liegt bei etwa 20°C bis 25°C. Wenn über den Röhren ein Spiegel angebracht wird, ist die Lichtausbeute noch besser.
Bei Terrarien mit hoher Luftfeuchtigkeit, sollten die Röhren immer mit Spritzwasser geschützten Fassungen betrieben werden. 

Leuchtstoffröhren sollten bei einer täglichen Brenndauer von 10 bis 12 Stunden, spätestens nach einem Jahr ausgewechselt werden, weil die Leuchtkraft in der Zeit um bis zu 40% nachlässt was allerdings mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar ist.
Um die Farben von Pflanzen und Tieren im Terrarium besonders hervorzuheben können zwei Röhren mit verschiedenen Farbtönen kombiniert werden ( z.B. Triton mit Solar Reptil von J B L ).

Zur Beleuchtung von Terrarien können auch Quecksilberdampflampen ( HQL ) benutzt werden. Diese Lampen funktionieren ähnlich wie Leuchtstoffröhren, allerdings sind die Elektroden nicht so weit voneinander entfernt und die Lampen sehen ähnlich aus wie eine Glühbirne. HQL Lampen dürfen nicht in eine normale Lampenfassung gedreht werden, ( Explosionsgefahr ), sondern müssen in einem für HQL Lampen geeigneten Lampenkörper betrieben werden, der die Birne über ein Vorschaltgerät startet.
Das Licht von HQL Lampen ist zwar sehr hell, aber die beleuchtete Fläche ist im Terrarium relativ klein, so dass meistens mehrere Lampen eingesetzt werden müssen. Außerdem gibt es HQL Lampen nur in den Farben Warm weis ( gelbes Licht ), Warm Ton ( rötliches Licht ) und Neutralweis ( weises Licht ). Die Farben Warm Weis und Warm Ton sind für eine Dauerbeleuchtung von bepflanzten Terrarien nicht geeignet, da die Pflanzen sonst nach einiger Zeit kümmern und eingehen.
Da der Stromverbrauch dieser Lampen relativ hoch ist ( 60, 80, und 125 Watt ) und meist mehrere Lampen für ein Terrarium benötigt werden, kann eine Beleuchtung dieser Art recht teuer werden.

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