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02 -June -2020 - 11:02

Die Fütterung der Terrarientiere

 Die Fütterung von Echsen:

1. Pflanzenfresser:
Bei Pflanzenfresser ist es meist so , dass die Jungtiere überwiegend Insekten fressen und nur ein kleiner Anteil der Nahrung aus Pflanzen ( meistens Obst ) besteht. Zur Vermeidung von Mangelerscheinungen sollte das bei der Haltung im Terrarium auf jeden Fall berücksichtigt werden.
Bei der Aufzucht von Jungtieren, sollte dem Futter 2 bis 3 mal in der Woche noch zusätzlich ein Vitamin- und Mineralstoffpräparat ( z.B. Korvimin ZVT *) beigemischt werden.
Die Tiere sollten täglich und möglichst vielseitig gefüttert werden, für Jungtiere werden verschiedene Insekten und deren Larven in geeigneter Größe angeboten und außerdem noch Obst, Gemüse und Blätter von verschiedenen Kräutern.
Bei den adulten Tieren sollte der größte Anteil der Nahrung aus Pflanzen bestehen und nur hin und wieder Insekten, Nestjunge Mäuse oder Nestjunge Ratten zu gefüttert werden.
Auch den adulten Tieren sollte einmal pro Woche ein Vitamin - und Mineralstoffpräparat ins Futter gemischt werden.
Im Winter wird meistens auf Blattsalat zurückgegriffen, allerdings sollte davon nicht zu viel verfüttert werden, weil es sich immer um Treibhaussalat** handelt, welcher an der Gesundheit der Tiere viel Schaden anrichten kann. Kopfsalat sollte überhaupt nicht verfüttert werden.
Um die Tiere gesund über den Winter zu bringen sollte man deshalb mehr Obst, Gemüse und Keimlinge verfüttern.
Manchmal kommt es vor, dass Tiere lange Zeit nicht Fressen ( Wildfänge oder durch Krankheit ) dann sollte man bevor das Tier verhungert eine Zwangsfütterung durchführen.
Zur Zwangsfütterung von Vegetariern eignet sich sehr gut ein Baby Fertigbrei ( z.B. Milupa ) der etwas flüssiger als normal angerührt und mit Korvimin angereichert wird. Dieser Brei wird in eine Spritze gefüllt und über einen Silikonschlauch (ca. 2mm dick) direkt in den Magen des Tieres gepresst.
Dies sollte 2-mal am Tag mit einer Menge von etwa 10 ml pro kg Körpergewicht gemacht werden und zwar so lange bis das Tier wieder von alleine frisst.
Es ist wichtig, dass eine Zwangsfütterung für das Tier so schonend und Stressfrei wie möglich durchgeführt wird.

* Korvimin ZVT ist ein hervorragendes Vitamin- und Mineralstoffpräparat, das allerdings nur beim Tierarzt erhältlich ist.
** Treibhaussalat wird mit viel Wärme, Wasser und Kunstdünger in kurzer Zeit hochgezogen, außerdem wird er immer mit Insektiziden behandelt.
Die Chemikalien werden in den Blättern abgelagert und so von den Tieren aufgenommen.
2. Insekten- und Fleischfresser
Für diese Tiere gibt es beim Zoohandel oder Futtertierzüchter das ganze Jahr über ein breites Angebot an Lebendfutter, das man auch nutzen sollte um seine Tiere so abwechslungsreich wie möglich zu füttern. Wer seine Tiere nur mit Mehlwürmer und Heimchen füttert braucht sich nicht zu wundern wenn diese an Mangelerscheinungen und Krankheiten leiden und nach einiger Zeit eingehen.
Auf dem Futterplan für Insektenfresser sollten möglichst viele Insektenarten stehen, wobei die Qualität des Lebendfutters natürlich sehr wichtig ist.
Zoophobas z.B. die nur auf Weizenkleie gehalten werden enthalten nur Fett und Ballaststoffe und haben so gut wie keinen Nährwert. So geht es auch mit vielen anderen Futtertieren die von Firmen kommerziell gezüchtet werden.
Deshalb sollte man, wenn man sich über die Herkunft und Qualität der Insekten nicht sicher ist, diese besser noch eine Zeitlang mit hochwertigem Futter füttern.
Auch bei Insektenfressern sollte man das Futter einmal in der Woche mit einem Vitamin- und Mineralstoffpräparat bestäuben.
Viele Insektenfresser nehmen als Beikost gerne süßes Obst, z.B. Wasseragamen, Bartagamen und Taggeckos man sollte es bei seinen Tieren ausprobieren und wenn es angenommen wird hin und wieder zufüttern.
Taggeckos Phelsuma Faltengeckos Ptychozoon usw. lecken auch gerne an in kleinen Schälchen gereichtem Honig und Joghurt.
Wer in den Sommermonaten die Möglichkeit hat auf einer Wiese Heuschrecken und Wiesenplankton zu fangen sollte dies ausnützen, da diese Insekten die beste Qualität haben.
Aber Vorsicht, man sollte sich sicher sein, dass vorher nicht mit Insektiziden gespritzt wurde ( nur auf Baumwiesen ). Die Wiese sollte auch nicht direkt an einer Straße sein.
Fleischfresser wie z.B. Warane sollte man mit Mäusen und Ratten in angemessener Größe und Eintagskücken füttern. Wer seinen Tieren Fleisch füttert sollte nur fettarmes Fleisch z.B. Herz nehmen und dieses auf jeden Fall mit Mineralstoffen einstäuben.
Den Jungtieren sollten hin und wieder auch Insekten verfüttert werden.
Mäuse, Ratten und Eintagskücken brauchen keine Mineralstoffzusätze, da diese bei der Verdauung aus den Knochen der Futtertiere herausgelöst werden.
Mäuse, Ratten usw. sollten vor dem verfüttern vom Pfleger getötet werden.

Auch bei diesen Tieren kann es manchmal vorkommen, dass man sie zwangsfüttern muss. Die Vorgehensweise ist gleich wie bei den Vegetariern, allerdings sollte man als Futter eine Aufbaudiät für Hunde oder Katzen ( z.B. Canine Concentration Instand) die beim Tierarzt erhältlich ist nehmen.
Die Fütterung sollte 2 mal am Tag mit einer Menge von etwa 10ml pro kg Körpergewicht ausgeführt werden.

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