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02 -June -2020 - 10:06

Die Nachzucht der Terrarientiere


Um Reptilien und Amphibien nach zu züchten muss man einiges beachten und auch den Unterschied zwischen den einzelnen Geschlechtern kennen.
1. Der Größenunterschied zwischen den Paaren sollte nicht zu groß sein.
2. Bei vielen Echsen kann es vorkommen, dass die Männchen paarungsbereit sind und die Weibchen noch nicht. Die Weibchen werden dann von den Männchen so stark bedrängt, dass sie unter hohem Stress leiden und auch die Nahrungsaufnahme einstellen. Das kann über Mangelerscheinungen, Unterernährung bis zum Tod des Weibchens führen. Da die Männchen bei der Paarung in die Vorderbeine oder ins Genick der Weibchen beißen, kann es bei Weibchen die nicht paarungsbereit sind, zudem noch zu starken Biss Verletzungen kommen. In diesem Fall sollten die Geschlechter unbedingt getrennt werden.
3. Um sicher zu stellen, dass die Paare oder Zuchtgruppen den gleichen Klima bedingten Jahreszyklus haben sollte man darauf achten, dass alle Tiere aus der gleichen Region stammen. Bei Tieren mit unterschiedlichem Jahresrythmus ist eine Zucht nicht möglich.
4. Bei vielen Echsen- und Schildkrötenarten ist es von Vorteil wenn man ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen hält, dadurch entsteht bei den einzelnen Weibchen in der Paarungszeit weniger Stress.
5. Bei Tieren aus Gebieten mit jahreszeitlich bedingten Klimaschwankungen z.B. Trockenzeit/Regenzeit oder Sommer/ Winter, müssen diese Klimaschwankungen im Terrarium nachgeahmt werden, weil dadurch Hormone gebildet werden die bei den Tieren die Produktion von Ei- bzw. Samenzellen anregen.
6. Viele Reptilien können Spermien über längere Zeit speichern, das heißt es muss nicht nach jeder Paarung zur Eiablage kommen. Die Eiablage kann dann nach einem Klimawechsel erfolgen.
7. Im Terrarium müssen während der Paarungs- und Eiablagezeit immer geeignete Eiablageplätze vorhanden sein. Ein geeigneter Eiablageplatz für Echsen ist ein lockerer leicht feuchter Bodengrund in ausreichender Tiefe und mit geeigneter Temperatur. Viele baumbewohnende Gecko Arten heften ihre Eier gern an senkrechte glatte Flächen. Taggeckos heften ihre Eier oft an die Innenseite von dicken Bambusstöcken. Für Warane, große Leguan- und Agamen Arten und Schlangen sollten Schlupfkisten die ein geeignetes Substrat in ausreichender Höhe enthalten im Terrarium aufgestellt werden. Für Landschildkröten sollte im Terrarium oder Freilandgehege ein sogenannter Eiablagehügel in geeigneter Größe gestaltet werden. Bei manchen Baumbewohnenden Schlangen z.B. Chondropython sollten im Terrarium Eiablagekörbe eingehängt werden, da diese sonst ihre Eier einfach zu Boden fallen lassen wodurch diese meist zu Schaden kommen.
8. Trächtige Weibchen müssen mit genügend Mineralstoffen, Vitaminen und UV Licht versorgt werden, weil diese sonst schnell an Mangelerscheinungen leiden. Auch die Jungtiere sind kräftiger und Vitaler, wenn die Muttertiere gut mit Vitaminen, Mineralstoffen und UV Licht versorgt wurden. Bei zu langer Trächtigkeit kann es zu Legenot kommen die Tiere müssen dann durch Medikamente zur Eiablage gebracht werden siehe unter Krankheiten der Terrarientiere

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